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Naturfreunde

Blick über die Dünen der Kurischen Nehrung

Blick über die Dünen der Kurischen Nehrung

Die Kurische Nehrung bietet naturinteressierten Besuchern eine reizvolle Kulisse. Die Landschaft mit ihren fantastischen Dünen, den Kiefernwäldern, dem beschaulichen Haff auf der einen und der Ostsee-Küste auf der anderen Seite eignet sich hervorragend für Erkundungen der Naturlandschaft auf Wanderungen oder Radtouren.

Im Süden von Nida gibt es einen Erkundungspfad, auf dem Erwachsene und Kinder die Natur der Nehrung erforschen können. Außerdem gibt es zwischen Nida und Juodkrante verschiedene Orientierungspfade, auf denen man gleichzeitig seine Sinne schulen kann. Sie sind zu Fuß oder per Rad nutzbar, zwei davon sind auch gut für Familien mit Kindern geeignet. Auch Kanu- oder Segeltrips sind im Nationalpark möglich, sie erlauben einen herrlichen Blick auf die Dünen vom Wasser aus und ermöglichen vielleicht die ein oder andere interessante Tierbeobachtung.

Das Gebiet der Kurischen Nehrung ist Lebensraum zahlreicher – teils bedrohter – Tier- und Pflanzenarten. Etwa 30 der hier gedeihenden Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste Litauens. Mit etwas Glück kann man sogar einen Elch erspähen – das Ziel vieler Urlauber. Aber auch Biber oder Wildschweine können vor die Linse huschen.

Interessant ist vor allem die Vogelwelt Litauens, sie zieht viele ornithologisch Interessierte an: Diese ist unter anderem mit Finken, Meisen, Sperbern, Bussarden, Fischadlern, Weihen, Austernfischern, Enten, Schwänen und vielen anderen Vogelarten vertreten. Die Kurische Nehrung ist ein bedeutendes Gebiet für den Vogelzug, in der Herbstsaison ziehen tagtäglich Hunderttausende Vögel über die Nehrung. Viele Vogelarten nisten und brüten hier.

Wer die Vogelwelt erkunden möchte, der kann im russischen Rybatschi (Rossitten) die Vogelwarte bzw. die Feldstation Fringilla (lateinisch für Buchfink) besuchen. Auf der Feld-Station werden mit reusenartigen Netzen die Vögel eingefangen, um sie zu beringen und zu zählen.

Beim litauischen Juodkrante (Schwarzort) befindet sich eine Brutstätte von Kormoranen und Grauen Reihern, die zu den größten und ältesten in ganz Europa gehört. 600 Paare von Grauen Reihern und 1.300 Paare Großer Kormorane sollen hier im Jahr 2000 gebrütet haben. Auf der dortigen Vogelwarte werden pro Saison mehrere tausend Vögel beringt. Die Kurische Nehrung bietet eine interessante Flora und Fauna – insgesamt ein herrliches Ziel für Naturinteressierte. Fernglas nicht vergessen!