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Nationalpark Kursiu Nerija

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Nationalpark Kursiu Nerija, auf dt. Nationalpark Kurische Nehrung

Der Nationalpark Kursiu Nerija auf der litauischen Seite der Nehrung besteht seit der Unabhängigkeit Litauens im Jahr 1991. Es gibt zwei offizielle Besucherzentren: Eines in Nida, im Sommer steht ein weiteres in Smiltyne zur Verfügung. In Klaipeda, Nida und Juodkrante gibt es außerdem allgemeine Touristeninformationszentren.

Der Zugang zum Park ist nur gegen Gebühr erlaubt. Bei Anreise von Norden kommend wird bei Alksnyne Eintritt erhoben. Etwa 30 der auf der Nehrung gedeihenden Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste Litauens. Typischen Baumarten gehören zu den Nadelbäumen, vor allem Kiefern wachsen hier, aber auch Fichten, Tannen, Wacholder und Lärchen. Laubbäume wie Eichen oder Eschen sind hingegen relativ selten und besiedeln nur etwa 20 Prozent der Fläche.

Im 15. bis 17. Jahrhundert wurden Teile der Nehrung abgeholzt. Dies hatte weitreichende Folgen: Die Sandmassen, die vorher durch die Vegetation vor Verwehungen geschützt waren, setzten sich in Bewegung und begruben ganze Ortschaften unter Sand. Die Orte mussten, teils mehrfach, umgesiedelt werden. Bepflanzungen im 19. Jahrhundert konnten das Problem eindämmen.

Auf einem gerade neu überarbeiteten Radweg können Aktive den Nationalpark Kursiu Nerija auch per Fahrrad entdecken. Der 52 Kilometer lange Weg verbindet Nida mit Preila, Pervalka, Juodkrante und Smiltyne. Da es kaum Steigungen gibt ist die Route auch mit Kindern sowie von Menschen mit wenig Kondition machbar. Aber unbedingt an Sonnenschutz denken: Im Sommer sollte man die nicht beschatteten Etappen nicht unterschätzen!

Südlich von Nida gibt es einen 1,8 Kilometer langen Erkundungspfad, auf dem Kinder und Erwachsene die Natur der Nehrung erforschen können. Auf den acht verschiedenen Orientierungspfaden zwischen Nida und Juodkrante kann man dabei gleichzeitig seine Sinne schulen. Sie sind zu Fuß, joggend oder per Rad nutzbar, zwei davon sind auch gut für Familien mit Kindern geeignet. Auch Kanu- oder Segeltrips sind im Nationalpark möglich, sie erlauben einen herrlichen Blick auf die Dünen vom Wasser aus. Und natürlich steht die Vogel-Beobachtung gerade bei ornithologisch interessierten Urlaubern ganz oben auf der Liste.