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Lesnoje

Leuchtturm in Lesnoje, früher Sarkau im Kaliningrader Gebiet

Leuchtturm in Lesnoje, früher Sarkau, im Kaliningrader Gebiet

Die Besiedelungsgeschichte von Lesnoje (früher Sarkau) reicht bis in das 15. Jahrhundert zurück, als sich in der Nähe der heutigen Dorfstelle erste Fischer, die Kuren, ansiedelten. Vorerst war der Ort vor den Wanderdünen geschützt, dennoch musste er im Laufe der Geschichte wegen der Sandverwehungen zweimal umgesiedelt werden. Flugsand zerstörte zudem die Felder, die zur Landwirtschaft genutzt wurden.

Lesnoje, das alte Sarkau, befindet sich etwa an der schmalsten Stelle der Nehrung, hier misst sie nur 400 Meter Breite. Lesnoje liegt damit gleichzeitig an der Haff- wie auch an der Ostsee-Küste. Die Gegend ist daher besonders von Sturmfluten bedroht. Überflutungen haben in der Vergangenheit schon dazu geführt, dass die Stelle unpassierbar wurde. 1983 wurde die Kurische Nehrung bei einem Orkan durchbrochen. In mühevoller Arbeit musste die „Bruchstelle“ neu aufgeschüttet und stabilisiert werden.

Interessant ist die Historie der alten Kirche von Lesnoje. Sie wurde als Backstein-Kirche Anfang des 20. Jahrhunderts fertiggestellt, seitdem aber so sehr verändert, dass sie kaum noch nach einer Kirche aussieht – und auch nicht mehr als solche genutzt wird. Der Turm fehlt, das Dach wurde verändert, der Bau wird anderweitig genutzt.

Nördlich von Lesnoje befindet sich in einem ehemaligen sowjetischen Gästehaus das Nehrungsmuseum. Es vermittelt interessante Informationen zur Ökologie der Kurischen Nehrung, ihren Dörfern und ihrer Geschichte.