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Kuren

Kurenwimpel auf der Kurischen Nehrung

Kurenwimpel auf der Kurischen Nehrung

Die baltische Volksgruppe der Kuren siedelte ursprünglich entlang der Ostseeküste – von der Nehrung bis hinauf ins heute lettische Territorium. Berühmt waren die Kuren für ihre Bootsbaufertigkeiten, sie lebten von und mit dem Meer. Ihre Kurenkähne hatten Ähnlichkeiten mit den Booten der Wikinger. Vielerorts auf der Kurischen Nehrung kann man noch heute Kurenwimpel entdecken, die als Kennzeichnung der Fischerboote dienten und die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Ort symbolisierten. Die handgefertigten Wimpel gehen zurück auf einen Erlass, der die Fischerei auf dem Haff rechtlichen Regeln unterwarf und den Fischern eine Kennzeichnung ihrer Boote vorschrieb.

Sehenswert sind auch die traditionellen Häuser der Kuren, die in naturverbundenen Farben gestaltet wurden – dabei stehen braun für die Erde, blau für den Himmel und das Wasser, weiß für die Wolken und die Schaumkronen auf dem Meer. Noch heute finden sich diese Farbkombinationen an den alten Fischerhäusern auf der Nehrung. Ein Gang über den Friedhof rund um die Kirche von Nida führt vorbei an den hölzernen Grabmalen der Kuren. Meist schmücken sie Symbole aus der Natur – zurückgehend auf den ursprünglich heidnischen Glauben – und vermitteln eine leicht mystische Stimmung.