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Geografie

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Die Kurische Nehrung liegt im Westen des Baltikums. Die Landzunge trennt das Haff von der Ostsee, an ihrem nördlichen Ende, bei Klaipeda, gibt es eine etwa 300 Meter breite Öffnung zum Meer. An der breitesten Stelle misst die Nehrung vier Kilometer, an der schmalsten Stelle sogar nur 400 Meter. Die Kurische Nehrung ist etwa 100 Kilometer lang und wird in der Mitte durch eine EU-Außengrenze geteilt: Ihr nördlicher Teil gehört zu Litauen, der südliche zur Exklave Kaliningrad und damit zu Russland.

Entstanden ist die Nehrung in der letzten Eiszeit. Sie geht hervor aus einigen Endmoränenhügeln, die einzelne Inseln entlang der Küste bildeten. Durch Sandspülungen kam es zu Ablagerungen zwischen diesen Inseln, die somit verbunden und zur Landzunge wurden.

Eine Besonderheit stellt die Große Düne dar: Nach der Dune du Pyla in Arcachon/Frankreich ist die Parniddener Düne bei Nida die zweitgrößte Düne Europas. Allerdings verliert sie an Größe, der Wind trägt den Sand kontinuierlich ins Haff. In den vergangenen 20 Jahren hat sie etwa 15 Meter Höhe eingebüßt.

Die Dünen der Nehrung und ihre Sandmassen waren nach Abholzungsmaßnahmen in früheren Jahrhunderten ständig in Bewegung und begruben bei ihrer Wanderung ganze Ortschaften unter sich. Bepflanzungen im 19. Jahrhundert konnten das Problem größtenteils eindämmen.

Auf der Kurischen Nehrung herrscht ein gemäßigtes Kontinentalklima mit warmen Sommern und kalten Wintern. Die schönste Reisezeit liegt zwischen Mai und September. In den recht kurzen Sommern, zwischen Juni und August, sind die Tage warm, die Sonne kann intensiv vom Himmel brennen. Die Nächte bleiben dämmerig, sie können aber auch im Sommer recht kühl werden.