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Bernstein

Souvenirs aus Bernstein

Souvenirs aus Bernstein

Bernstein ist eigentlich nichts weiter als fossiles Harz von Nadelbäumen, das durch eine Jahrmillionen dauernde Verhärtung zu einem Stein gepresst wird. So entstehen wunderschöne Steine, die meist zu Schmuck oder Kunsthandwerk verarbeitet oder als „pure“ Steine verkauft werden. Sie sprechen mit ihrer warmen Farbe und dem schimmernden Effekt die Sinne an. Fast mystisch wirkt Bernstein, warm und geheimnisvoll. Dabei kann seine Farbe von weiß über gelb bis rot, rotbraun bis grünlich variieren. Manche Steine sind trüb, haben Gas- oder auch Wassereinschlüsse, manche sind glasklar. Der genaue Ursprung und die Entstehung sind nicht eindeutig geklärt. Vermutlich stammt der baltische Bernstein aus einem erdgeschichtlichen Bernsteinwald, über dessen Standort aber keine gesicherten Belege existieren.

Steine mit sogenannten Inklusionen sind besonders schön. Inklusionen sind Einschlüsse von Insekten oder anderen tierischen und pflanzlichen Überresten sowie von Wasser oder Luft. Manchmal sind die Lebewesen sogar noch exakt zu erkennen – ein kleine Mücke oder Fliege, die von der Verharzung überrascht wurde und nun im ausgehärteten Stein Aufschluss über die Lebewesen längst vergangener Zeiten gibt.

Die Bernsteinstraße umfasst mehrere Anlaufpunkte, an denen sich der Besucher über das „Baltische Gold“ informieren kann. So gibt es in Nida (Litauen) die Bernsteingalerie und das Museum Mizgiris. Hier kann der Besucher sogar ein zwei Kilogramm schweres Exemplar bewundern. In der Bernsteinbucht von Juodkrante (Litauen) wurde im 19. Jahrhundert „im großen Stile“ Bernstein gewonnen. In Palanga – ein litauisches Seebad nördlich der Nehrung – gibt es ein Bernsteinmuseum. In den angeschlossenen Werkstätten kann man die Verarbeitung vom rohen Stein zum Schmuck verfolgen.

An den Stränden der Nehrung können sich Urlauber selbst auf die Suche begeben. Viel Glück!