Willkommen auf der kurischen Nehrung
Die Kurische Nehrung ist eine der eigentümlichsten Landschaften Europas und eines der beliebtesten Reiseziele des Baltikums. Die schmale Halbinsel erstreckt sich über eine Länge von knapp 100 Kilometern von Cranz im Kaliningrader Gebiet bis nach Klaipeda in Litauen und trennt das Kurische Haff von der Ostsee. Im Norden bei Klaipeda ist sie durch die schmale Mündung des Kurischen Haffs vom Festland getrennt. Ihre Breite schwankt zwischen ca. 300 Metern und etwas über 4 Kilometern. Auf der Ostseeseite erstreckt sich über die gesamte Länge ein breiter und feiner Sandstrand - der längste Strand Europas!
Zielgebietsinformationen
Kurische Nehrung (litauischer Teil):
Zu den Besonderheiten der Kurischen Nehrung gehören Ihre riesigen Sanddünen, die in früheren Jahrhunderten immer wieder Dörfer verschütteten. Durch gezielte Bepflanzungen bekam man diese Bedrohungen vor etwas mehr als 100 Jahren in den Griff. Heute prägen neben den Dünen Birken und Kiefernwälder das Bild der Nehrung.
Die litauisch-russische Staatsgrenze verläuft genau in der Mitte der Kurischen Nehrung. uf der litlitauischen Hälfte liegen die Orte Schwarzort, Perwelk, Preil und Nidden, auf der russischen Seite Pillkoppen, Rossitten und Sarkau.
Für einen erholsamen Urlaub eignen sich hervorragend die Orte Nidden und Schwarzort mit einem guten Angebot an Unterkünften. Speziell in Nidden (lit. Nida) ist das Angebot sehr gut. Von hier werden auch viele Ausflüge angeboten. Auf keinen Fall sollten Sie sich eine Bootsfahrt über das Kurische Haff in das Memeldelta entgehen lassen. Ein besonderes Erlebnis sind die Fahrten mit einem klassischen Kurenkahn!
Auf der russischen Seite ist eine touristische Infrastruktur kaum vorhanden, so dass es außerhalb der Unterkünfte kaum Angebote gibt (also keine Restaurants, Ausflüge, etc.). Das kann natürlich auch seinen Reiz haben...
Kurische Nehrung (russischer Teil):
Auf der russischen Seite der Kurischen Nehrung liegen die Orte Morskoje (Pillkoppen), Rybatschij (Rossitten) und Lesnoje (Sarkau). In Pillkoppen breitet sich die Dünenlandschaft beeindruckend aus, während in Rossitten das Erbe der ältesten Vogelwarte der Welt gepflegt wird. In Sarkau befindet sich mit ca. 300 Metern die schmalste Stelle der Nehrung.
Memelland:
Der Begriff Memelland bezieht sich auf das Gebiet westlich des Kurischen Haffs von ca. Klaipeda (Memel) bis nach Smalininkai an der Memel. Ein anderer gängiger Begriff ist auch „Klein-Litauen“, der die damals hier lebenden, vorwiegend protestantischen Litauer gegen die katholischen „Groß- Litauer“ abgrenzte. Das Gebiet gehörte zusammen mit dem nördlichen Teil der Kurischen Nehrung über Jahrhunderte zu Ostpreußen, bis es in den Wirrungen des 20.Jahrhunderts zunächst französisches Protektorat, dann Teil der ersten litauischen Republik, 1939 wieder deutsch und nach 1945 der litauischen Sowjetrepublik angegliedert wurde. Mit der litauischen Unabhängigkeitserklärung wurde es 1991 dann schließlich litauisches Staatsgebiet. Das jahrhundertelange Zusammenleben von Deutschen und Litauern prägte auch die Ortschaften und die Architektur, die sich deutlich von anderen Teilen Litauens abhebt. Am besten können Sie dies erleben, wenn Sie zum Beispiel von Klaipeda über die alte Landstraße entlang der Memel in Richtung Kaunas fahren. Auch ein Abstecher an das Kurische Haff darf dann nicht fehlen. Ortschaften wie Prökuls, Kinten, Windenburg, Heydekrug, Bitenen und Willkischken säumen dann Ihren Weg. Eine schöne und ruhige Region mit vielen historischen Zeugnissen einer untergegangen Epoche.










